Polnisches Binnenschiff droht zu sinken

Planen werden um das Loch gebrachtZu einem Großeinsatz wurden am Samstagnachmittag zahlreiche Feuerwehren zum Schiffshebewerk in Scharnebeck alarmiert.

Zur Mittagszeit hatte ein polnisches Binnenschiff bei der Einfahrt von der Elbe in den Elbeseitenkanal vermutlich die Spundwand berührt und sich dabei ein größeres Loch in Höhe seines Ankers gerissen. Als er im Vorhafen des Schiffshebewerkes vor Anker ging, bemerkte er den Schaden und alarmierte die Feuerwehr.Schaden am Bug beim Anker
Neben dem Zug 1 der Samtgemeinde Scharnebeck (bestehend aus den Feuerwehren Scharnebeck, Rullstorf und Boltersen) wurden zusätzlich der Gewässerschutzzug der Kreisbereitschaft ( mit den Einheiten aus Hohnstorf / Elbe, Barum und Lüneburg) alarmiert.
Mit 2 Fahrzeugpumpen und mehreren Tauchpumpen versuchten die knapp 100 Einsatzkräfte, das eindringende Wasser zu bändigen. Gleichzeitig wurden durch die Boote des Gewässerschutzes zwei Ölsperren auf dem Kanal ausgebracht, eine für das ausgepumpte Wasser am Bug und eine um das havarierte Schiff herum.Die Ölsperre wird um das Schiff gelegt Parallel untersuchten die Lüneburger Feuerwehrtaucher den Schaden unter Wasser. Dabei wurde ein ca. 60 x 90 cm großes Loch im Bug entdeckt. Da der Ankerkasten eingedrückt war, lief auch Wasser in die Unterkünfte. Hier wurde mithilfe der Tauchpumpen das einlaufende Wasser abgepumpt.
Aufgrund der Eiseskälte wurde die SEG des Roten Kreuzes alarmiert. Ein Feuerwehrwehrtaucher macht sich fertigDiese bauten für die Einsatzkräfte ein beheiztes Zelt auf und kümmerten sich um die Versorgung mit warmen Getränken.
Mittlerweile war auch ein Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtamtes vor Ort und inspizierte den Schaden. Nach einer gemeinsamen Lagebesprechung wurde dann mithilfe von stabilen Planen eine Leckabdichtung durchgeführt. Diese führte dann auch zum Erfolg. Das weitere Abpumpen konnte dann durch bordeigene Pumpen erfolgen.
Gegen 21.00 Uhr verließen die meisten Einheiten durchgefroren aber erfolgreich die Einsatzstelle. Eine Staffelbesatzung blieb bis zum Eintreffen eines Spezialfahrzeuges zum Abpumpen von konterminiertem Wasser aus dem Maschinenraum vor Ort. Die Ölsperre um das Schiff herum wurde bestehen gelassen um eine Verunreinigung des Elbeseitenkanals zu vermeiden.
Wie der Schaden weiter behoben wird, wird ab Montag entschieden.

Anhängende Bilder © Alfred Schmidt, SG-Pressewart